Sonntag, 20. Mai 2012

Schrubbelseife für Gärtners Hände


Dies ist mein Beitrag zu einer Themenseife im Seifentreff - ein Hommage an meinen Garten *g*. Die Seife besteht aus 360 g Olivenöl, 125 g Kokosöl, 25 g Kakaobutter und 15  g Rizinusöl - ein schlichtes, von mir heiß geliebtes Rezept, genau wie der Garten auch.
Die Lauge habe ich mit Salbeitee angerührt, weil da hängt ein Salbeistrauch seine Blätter in den kleinen Gartenteich (hab mich aber gehütet, das Teichwasser zu verseifen *g*).
Im unteren Teil der Seife ist Heilerde - für einen guten Garten braucht man auch einen guten Grund - und Weizengries - der Rasen ist meist ungemäht und die Halme tragen Früchte *räusper* - für den Schrubb um der Gärtnerinnen Dreckpfoten wieder rein zu waschen.
Beduftet ist die Seife mit einer frisch-krautigen ÄÖ-Mischung aus Lavendel, Lavandin, Salbei, Geranium, Bergamotte und Vetiver.
Gegossen in eine Rosenform, weil Rosen, neben dem Unkraut, die Pflanzen sind, die meinen Garten am zahlreichsten bevölkern und standhaft meinem "grünen Daumen" trotzen.

Als Zugabe gab es für alle Mitsiederinnen noch eine SheaMousse. In der Fettmischung aus Shea, Schmalz, Mandelöl und Lanolin ließ ich etliche Wochen getrocknete Ringelblumenblüten, Stiefmütterchen und Johanniskraut mazerisieren, filterte dies anschließend durch ein Tuch, füllte noch ein wenig mit Sesamöl auf, beduftete mit der ÄÖ-Mischung und schlug es zu einer luftigen Masse auf.

Um das Set zu kompletieren bastelte ich noch für jede eine nette Klappschachtel.

Donnerstag, 19. April 2012

Frühlingsgefühle bei Familie Meise



Seit unser weltschönstes Vogelfutterhaus an der Terassenüberdachung häng, herrscht im kleinen Garten reger Flugverkehr. Eine Schar Spatzen schaut regelmäßig vorbei, Rotkehlchen flattern scheu von Strauch zu Strauch, freche Kohlmeisen picken unverdrossen die Körner aus dem Häuschen und schimpfen mich keck an, wenn ich es wage draußen auf einem Gartenstuhl zu sitzen. Die von den Meisen aussortierten und zu Boden geworfenen Körner holen sich die Tauben und wenn die Elster da war, hinterlässt sie eine Schweinerei auf dem Terassenboden und der Silo ist fast leer. Sie scheint in dem Futter zu baden!

Heute morgen konnte ich eine Meise beobachten, wie sie geschäftig auf dem alten Tennisball - vom Sohnemann achtlos im Garten zurückgelassen - balancierte und fleißig bemüht war, Fasern herauszuziehen. Frühlingsgefühle? Das Kerlchen braucht wohl Nistmaterial?! Gut - Kardierreste habe ich genug. Davon ein wenig unter den Ball gelegt werde ich ja sehen, ob den gefiederten Herrschaften ein wenig Wolle für ihre Brut genehm ist.
Die nächste NABU-Vogelvolkszählung wird erfolgreicher sein :)

Dienstag, 17. April 2012

Ende eines Mamutprojekts



Die Silberlocken sind nun verstrickt - zu einem Färöertuch "Melissa".


Es ist 200 cm breit, 90 cm lang, wiegt federleichte 141 g mit einer Gesamtlauflänge von ca. 1100 m 2fach gezwirntem Rauhwollenem Pommerschen Landschaf.

Dienstag, 10. April 2012

Etwas altes, etwas neues, etwas blaues



... aber keine Hochzeit.

Neu - ist Anna. Das kleine geniale Reisespinnrad von Tom Walther.

Alt - ist (auf dem Foto leider nicht gut zu erkennen) das Leinenhandtuch aus dem Nachlass meiner Oma mütterlicherseits. Vor gut achtzig Jahren oder mehr wurde der Flachs von Omas Familie im Buchenland selbst angebaut, geerntet, gebrochen, gehechelt und Omama - Gott hab sie seelig - sponn und webte daraus im 4-bindigen Diamantköper die Handtücher für ihre Aussteuer. Noch kunstvoll mit ihrem Monogramm bestickt fand eines davon nun den Weg zu mir - ihrer Enkelin. Es macht mich stolz und glücklich, dieses Tuch nun beim Spinnen auf meinem Schoß liegen zu haben.

Blau - ist die Wolle, mit der ich Anna einweihe. Die erste Spule ist fast voll und soll später navajogezwirnt werden. Ob für eine Mütze oder ein Paar Socken - weiß ich noch nicht.

Sonntag, 8. April 2012

Frohe Ostern



... wünsche ich allen Lesern und überhaupt der ganzen Welt :-)

Wer ebenso schöne zwiebelschalengefärbte Ostereier möchte, der sollte bei bbee vorbeischauen - dort gibt es eine Anleitung dazu.

Samstag, 31. März 2012

Wie soll man bloß diese Farbe nennen?!?



Die Silberlocken sind noch nicht fertig verstrickt, da gibt es schon das nächste Futter für die Nadeln. Aus roter und violetter batikfarbengefärbter Wolle sind rund 120 g Garn mit einer Gesamtlauflänge von etwa 600 m entstanden. Lebendig aber hoffentlich nicht zu unruhig für ein feines Lace-Tuch.

Samstag, 24. März 2012

Milchtütenzweckentfremdung



Nun, nicht so ganz dem Zweck entfremdet - immerhin mit einer Schafmilchjoghurtseife befüllt :)

Milch- oder Safttüten eignen sich hervorragend als Seifenformen, will man im Tower trichtern. Mir war es nur ein Ärgernis, dass die Tüten beim Befüllen zum Umkippen neigen und hat man einmal den Seifenleim drin, dann beulen sie sich unschön aus.
Die Lösung des Problems war für mich der Bau eines passgenauen Rahmens aus zugeschnittenen Sperrholzplatten, so dass die Tüte Standfestigkeit und Formbeständigkeit erhielt.
Wer ebenso gerne seine Seifen in zweckentfremdete Tüten bastelt, der kann vielleicht mit dieser Bauanleitung etwas anfangen.

Die Seife ist nach folgendem Rezept entstanden:

15% Kokosöl
15% Palmkernöl
10% Sheabutter
60% Olivenöl

8% Überfettung
30 % Flüssigkeitsmenge (dest. Wasser zu NaOH im Verhältnis 1:1, den Rest als glattgerührten Schafmilchjoghurt in den emulgierten Seifenleim)

PÖ CederSafran
Titandioxid, Oxid rot, Ultramarinblau